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Lese

Der Lesezeitpunkt wird regional durch das CIVC festgelegt. Alle Trauben müssen von Hand gelesen werden.

Die Lese selber findet normalerweise zwischen September und Oktober statt, doch in warmen Jahren kann es vorkommen, dass die ersten Lesetage im August liegen.

Den Produzenten steht ein festgelegtes Zeitfenster für die Lese offen, welche Rebsorten zuweilen Parzellen bei welchen Beding­ungen gelesen werden ist Sache des Kellermeisters / chef du cave.

Den optimalen Reifegrad mit der richtigen Säure, potentiellen Alkoholgehalt und bei guten Bedingungen zu lesen ist oftmals sehr schwierig. Die Faktoren Regen, Fäule, ungenügende Reife oder Überreife bereiten den Verantwortlichen oft schlaflose Nächte.

Durch das kühle ozeanische, kontinentale Klima reifen die Trauben langsam (um die 100 Tage) bis zur physischen Reife. Der dadurch tiefe, moderate, potentielle Alkoholgehalt liegt im Idealfall bei 10.3-11 %. Früher waren diese Werte schwer zu erreichen, was dazu ge­führt hat, dass die Grundweine chaptalisiert wurden, um auf den Idealgehalt zu kommen. Mittlerweile sind das durch die klimatische Verschiebung jedoch Normwerte.

Durch langfristige Planung der Pflanzendichte und Rebziehung und der daraus resultierenden Ertragsmenge können diese Werte be­ein­flusst werden.

Die Trauben werden von Hand gelesen, direkt von der Lesemann­schaft selektioniert und unmittelbar nach der Lese in Kisten in die Presszentren gebracht und direkt weiterverarbeitet oder für einige Stunden gekühlt bis zur Pressung.

Eine saubere exakt arbeitende Lesemannschaft ist entscheidend für die Qualität der Grundweine. Winzer, die ihre eigenen Trauben verarbeiten und eigenständig Champagner produzieren, sind quali­täts­bewusster als Traubenproduzenten, die pro Kilogramm bezahlt werden und nur auf Masse aus sind.